Corona-Überbrückungshilfe – die wichtigsten Info’s für Gastronomen und Hoteliers!

Corona-Überbrückungshilfe – die wichtigsten Info’s für Gastronomen und Hoteliers! Kleine und mittelständische Unternehmen (sowie auch Soloselbstständige) können ab sofort für die Monate Juni, Juli und August 2020 Überbrückungshilfen beantragen! Diese Überbrückungshilfe ist eine Billigkeitsleistung, die NICHT zurückgezahlt werden muss und die die wirtschaftliche Existenz von Unternehmen, Soloselbstständigen und Angehörigen der Freien Berufe (jeweils nur im Haupterwerb!), die in den Monaten Juni, Juli und/oder August 2020 erhebliche Umsatzausfälle erleiden, durch weitere Liquidität sichern soll.

Wichtig: Die Beantragung kann nicht selbst, sondern nur durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal (ueberbrueckungshilfe-unternehmen.debeantragt werden. Im ersten Schritt sollten Sie deshalb Rücksprache mit ihrem Steuerberater halten, ob dieser sich bereits über das Portal registriert hat (und somit den Antrag für Sie stellen darf) und ob Sie die folgenden Voraussetzungen für einen Antrag erfüllen: 

Folgende VORAUSSETZUNGEN müssen gegeben sein: 

  • Das Unternehmen / Gewerbe wird als Haupterwerb betrieben und wurde vor dem
  • Umsatzrückgang von mind. 60 % in den Monaten April und Mai 2020 im Vergleich zum April und Mai des Vorjahres! Konkret gilt: Der Umsatz muss in diesen Monaten zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 gesunken sein. Bei jungen Unternehmen, die erst nach April 2019 gegründet worden sind, betrachtet man statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich.
  • Die Umsatzeinbußen im Antragsmonat (also z.B. eben für Juni oder Juli 2020) sind eine weitere Voraussetzung. Nur wenn der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um mindestens 40 Prozent gesunken ist, können Sie mit Fördergeldern rechnen. Beantragt man z.B. die Überbrückungshilfen für die kompletten 3 Monate (also Juni – August 2020) und liegt der Umsatz im Juli 2020 bei wenigstens 60 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats (also Juli 2019), entfällt die Überbrückungshilfe für den Juli komplett.

Berechnung der FÖRDERHÖHE:

  • Die maximale Förderung beträgt 50.000 € / Monat (= max. 150.000 Euro für die vollen drei Monate).
  • Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 € / Monat (0 max. 9.000 € insgesamt), bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten max. 5000 € / Monat (= max. 15.000 € insgesamt). Diese maximalen Erstattungsbeträge können nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden.
  • Die konkrete Förderhöhe berechnet sich nach dem Ausmaß des Umsatzrückgangs im Vergleich zum Vorjahresmonat. Grundsätzlich kann man sagen, je größer der Umsatzeinbruch ist, umso mehr Fördergelder gibt es. Zur Berechnung der Förderhöhe spielen außerdem die anrechenbaren betrieblichen Fixkosten eine wichtige Rolle (welche das sind, dazu unten mehr).
  • Die Überbrückungshilfen erstatten konkret:
    • 80 % der betrieblichen Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzrückgang
    • 50 % der betrieblichen Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
    • 40 % der betrieblichen Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40 % und unter 50 %
    • Gilt natürlich immer unter Beachtung der angegeben Förderhöchstgrenzen!
  • Zusatz für Soloselbstständige (z.B. Mietkellner), gilt nur in Thüringen!
    Soloselbständige, die die Zugangsvoraussetzungen gemäß Richtlinie erfüllen und die Umsatzrückgänge für eine anteilige Fixkostenerstattung erreichen, erhalten zusätzlich einen Zuschuss zu den Lebenserhaltungskosten in Höhe von 1.180 € monatlich für maximal zwei Monate im Geltungszeitraum Juni bis August 2020 dieser Richtlinie.

FÖRDERFÄHIGE BETRIEBLICHE KOSTEN:

  • Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten gemäß der folgenden Liste:
    • Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen. Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig.
    • Weitere Mietkosten
    •  Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
    • Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
    • Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
    • Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
    • Grundsteuern
    • Betriebliche Lizenzgebühren
    • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
    • Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen 😉
    • Kosten für Auszubildende
    • Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 10 Prozent der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig.

Die Fixkosten der Punkte 1 bis 9 (bis Versicherungen / Abo’s) müssen vor dem 1. März 2020 begründet worden (also die Verträge schon vorher geschlossen worden) sein. Zahlungen innerhalb von Unternehmensverbänden, die dem selben Betreiber gehören, sind nicht förderfähig!

Liebe Gastronomen, für Rückfragen oder Hilfestellungen stehen wir euch unter unseren gewohnten Kontaktdaten (siehe unten Fußzeile) natürlich gern zur Verfügung, da es aber hier noch einige Details gibt und ihr den Antrag ohnehin nur mit eurem /einen Steuerberater stellen könnt, lohnt es sich, zuerst Kontakt mit diesem aufzunehmen! 

Gern könnt ihr uns auch benachrichtigen, wenn ihr schon erfolgreich Hilfen in Anspruch genommen habt, wir geben diese „Erfolgsberichte“, dann gern an Kollegen weiter! #wirhaltenzusammen  

Ihr /Euer Michael Metz

Quellen: 

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Dokumente/FAQ/faqlist.html

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/allgemeine-informationen-zur-ueberbrueckungshilfe.html

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Downloads/eckpunkte-ueberbrueckungshilfe.pdf 

https://www.aufbaubank.de/Foerderprogramme/Ueberbrueckungshilfe#zielgruppe